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Schmerztherapie

In Kooperation mit der LVR-Klinik für Orthopädie Viersen bieten wir im Rahmen des interdisziplinären Behandlungsprogramms „Multimodale Schmerztherapie“ regelmäßig eine Gruppe zum verbesserten Umgang mit chronischen Schmerzen an. Bei der multimodalen Schmerztherapie handelt es sich um ein komplexes Programm für chronisch rückenschmerzkranke Patienten.

Ziele der Gruppe

  • Verbesserung des persönlichen Verständnisses für die problematischen Muster im eigenen Leben, die immer wieder zu ähnlichen Schwierigkeiten führen.
  • Vermittlung von fachlichen Informationen über Schemata und die unterschiedlichen Möglichkeiten, mit diesen umzugehen
  • Unterscheidung von ungünstigen und günstigen Bewältigungsstrategien
  • Erkennen der eigenen ungünstigen Bewältigungsstrategien (Wie reagiere ich bisher auf unangenehme Gefühle? Werden dadurch meine eigenen Bedürfnisse erfüllt/berücksichtigt?)
  • Förderung der Selbstwahrnehmung durch Fragebogendiagnostik und regelmäßige selbstbeobachtung.
  • Erstellung eines Fallkonzepts und Umsetzung von ersten Veränderungsschritten durch emotionsaktivierende Übungen (Imaginationstechniken und die sogenannte Stühlearbeit) und Arbeitshilfen im Alltag (Schema-Memo)
  • Lernen, „andere Wege“ zu gehen, die zu einem langfristig angemesseneren Umgang mit sich und anderen Menschen führen, wobei die eigenen Bedürfnisse besser berücksichtigt werden und damit der persönliche Leidensdruck vermindert wird.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Teilnehmen können Patienten*innen, die unter schwierigen Gefühlen leiden und dadurch wiederholt auch Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen haben, was insgesamt einen problematischen Persönlichkeitsstil ausmacht.

Ablauf

Die Gruppe findet sechs Wochen lang am Freitag um 9 Uhr statt. Die Dauer beträgt jeweils etwa eine Stunde. Es sollte möglichst kein Termin versäumt werden, um die aufeinander aufbauenden Informationen und Übungen sinnvoll für sich nutzen zu können. Sollten Sie vor dem Ende des Gruppenturnus (6 Wochen á 1 Sitzung) entlassen werden, können Sie die Gruppe ambulant weiter bis zum Ende besuchen.

Inhaltlicher Überblick

1. Sitzung

Theoretische Einführung I: Was ist Schematherapie und was sind Schemata? Wie entstehen Schemata? Was sind ungünstige Schemata und was sind Bewältigungsstrategien?

2. Sitzung

Theoretische Einführung II: Welche Schemata gibt es? Was ist ein Modus und wie entsteht er? Persönliche Arbeit mit dem Modus-Ansatz durch Ausfüllen und Auswerten von Fragebögen.

3. Sitzung

Vorstellung der Arbeit mit dem Fallkonzept anhand eines Patientenbeispiels und Anleitung zum Erstellen einer eigenen Fallkonzeption.

4. Sitzung

Vorstellung der Arbeit mit dem Schema-Memo und beispielhaftes Ausfüllen anhand eines Patientenproblems.

5. Sitzung

Vorstellung der Arbeit mit Imaginationsübungen und beispielhafte Durchführung anhand eines Patientenproblems.

6. Sitzung

Vorstellung der Arbeit mit Stuhlübungen und beispielhafte Durchführung anhand eines Patientenproblems.

Zwischen den Sitzungen bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kleine Übungen, welche die individuelle Auseinandersetzung mit ihren Problemen fördern. In jeder Sitzung werden die Erfahrungen mit diesen Übungen besprochen.