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Der Auftrag

Wer sind wir

Wir sind ein Wohnverbund der Eingliederungshilfe, der stationäre und ambulante Wohnhilfen für etwa 150 erwachsene Menschen mit seelischer Behinderung schwerpunktmäßig im Stadtgebiet Viersen anbietet. Das Verhältnis ambulant zu stationär liegt bei etwa 55 zu 45.

Auftrag

Unser Auftrag lautet:

  • Menschen, die in Folge einer heftigen, anhaltenden psychischen Krise ihre Wohnung oder ihren Wohnheimplatz verloren haben, nicht dorthin zurückkehren können und denen nun Obdachlosigkeit oder ein monatelanger Verbleib in der Allgemeinen Psychiatrie droht, übergangsweise oder dauerhaft einen angemessen betreuten Wohnplatz und Lebensort zu bieten
  • chronisch psychisch kranken Menschen, die über keine oder nur eine geringe Krankheits- und Behandlungseinsicht verfügen und die wiederholt akute Krankheitsphasen durchleben, einen sicheren Wohnplatz und Lebensort zu bieten, den sie im Falle einer erneuten psychischen Krise und eines ggf. notwendigen Klinikaufenthalts nicht so rasch verlieren
  • bereits hier lebenden Menschen (keine Neuaufnahmen mehr), die neben der psychischen Behinderung auch eine geistige Behinderung oder einen Autismus aufweisen, aber nicht von den regionalen Wohnhilfen für Menschen mit geistiger Behinderung und Autismus betreut werden, vorübergehend einen Wohnplatz und Lebensort zu bieten, bis sie in eine geeignete Einrichtung wechseln können.
  • Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Behinderung (z.B. massiver Ängste) die räumliche und organisatorische Nähe zur Klinik (Klinik-AT, Institutsambulanz) suchen, oder die aufgrund dissozialer Verhaltensauffälligkeiten vom Schutzraum des Klinikgeländes profitieren, einen kliniknahen Wohnort zu bieten
  • die soziale Wiedereingliederung psychisch behinderter Maßregelvollzugpatienten, die während der Beurlaubung (noch vom Land NRW finanziert) ambulant oder stationär betreut werden. Hier gibt es eine enge, vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit mit der Forensischen Nachsorge- und Überleitungsambulanz (FÜNA) der LVR-Klinik Viersen

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Partner

Der LVR-Wohnverbund engagiert sich im Gemeindepsychiatrischen Verbund Viersen und bei einer kollegialen Konsulentenberatung am Niederrhein, um nicht nur in Eigenregie, sondern auch einrichtungs- und dienstübergreifend durch wechselseitige Kooperation und Beratung zu gewährleisten, dass psychisch erkrankte Menschen mit besonderen Herausforderungen eine verlässliche gemeindepsychiatrische Unterstützung vor Ort erhalten. Freiheitseinschränkende oder Zwangsmaßnahmen sowie der Wohnortwechsel in andere Gebietskörperschaften sollen so vermieden werden.

Individuelle Hilfeplanung

Die Individuelle Hilfeplanung - also die Abstimmung der persönlichen Wünsche des/der Klienten/in mit der fachlichen Einschätzung der Hilfesysteme und den Maßgaben des Kostenträgers - ermittelt die individuelle Zielsetzung und Maßnahmenvereinbarung, z. B. die Beantwortung der Frage, ob eher eine rasche, kurzfristige Wiedereingliederung in ein gering oder gänzlich unbetreutes Wohnsetting oder eher der mittel-, wenn nicht langfristige Verbleib im stationären Wohnbereich der Abteilung Soziale Rehabilitation vorrangig ist. Beides ist prinzipiell möglich und wird praktiziert.

Vorzüge

Die Klientinnen und Klienten der Abteilung profitieren hierbei insbesondere

  • Von der hohen individuellen Ausdifferenziertheit der ambulanten und stationären Wohnhilfen, die vom ambulant betreuten Einzelwohnen in der Gemeinde bis zur Rund-um-die-Uhr betreuten, stationären Wohngruppe auf dem Klinikgelände alle denkbaren Zwischenformen und Gruppengrößen aufweist,
  • Von der Möglichkeit, je nach Wunsch relativ viele Hilfen aus einer Hand (neben der Wohnhilfe auch die Institutsambulanz, Arbeitstherapie und Tagesstruktur der LVR-Klinik Viersen) in Anspruch nehmen zu können oder aber diese Hilfen auf viele unterschiedliche Anbieter zu verteilen (z.B. BeWo-Team plus Pflegedienst, niedergelassener Psychiater*innen, Tagesstätte der Psychiatrischen Hilfsgemeinschaft),
  • Von der hohen Durchlässigkeit des Wohnverbundes, der einen bedarfsgerechten Wechsel, z.B. vom stationären ins ambulant betreute Wohnen oder umgekehrt, zwischen Wohnheim und Gastfamilie ermöglicht, ohne dass der Anbieter gewechselt werden muss,
  • Von der räumlichen und organisatorischen Nähe zur LVR-Klinik, die eine ambulante und stationäre psychiatrische Behandlung erleichtert.