Neuer Behandlungsschwerpunkt für Menschen ab 58 Jahre in der LVR-Klinik Viersen ab dem 1. April

Neuer Behandlungsschwerpunkt für Menschen ab 58 Jahre.

Portrait:Chefarzt Gerontopsychiatrie Dr. Strotmann-Tack
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Chefarzt Dr. Strotmann-Tack

Nach Berechnung der Landesdatenbank NRW wird es für den Kreis Viersen eine deutliche Zunahme im Bevölkerungsanteil der Menschen geben, die im Jahr 2040 65 Jahre und älter sind. Daraus wird für Menschen im höheren Lebensalter ein steigender Unterstützungs- und Hilfebedarf entstehen. Dies hat die LVR-Klinik zum Anlass genommen, bereits jetzt das stationäre Behandlungsangebot im gerontopsychiatrischen Bereich zu erweitern. Es ist ab April 2022 eine Bettenkapazitätssteigerung um zusätzliche 20 Behandlungsplätze am Standort in Viersen-Süchteln geschaffen worden. Diese Station G3 ist zur Behandlung von Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter vorgesehen, die an seelischen Krankheiten leiden und einer intensiven, vollstationären Behandlung bedürfen. Diese Station wird eine offen geführte Station sein. Den Patient*innen wird ein multimodales diagnostisches und therapeutisches Behandlungsangebot an sieben Tagen der Woche geboten.

Diese Erweiterung des vollstationären Behandlungsangebotes resultiert auch aus der Zunahme der an depressiven Symptomen erkrankten Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter. Als Besonderheit der Station G3 ist hervorzuheben, dass bereits ab einem Alter von 58 Jahren eine Behandlung in diesem Bereich stattfinden kann. Durch dieses Absenken des Aufnahmealters wird zusätzlich ein neues Behandlungsangebot für Menschen geschaffen, die am Ende ihres Arbeitslebens behandlungsbedürftige psychische Erkrankungen beim Übergang zum Rentenalter entwickeln.

Therapieziele sind, neben der Behandlung der akuten psychischen Erkrankung, das Wiedererlangen von Lebensqualität und die Wiedereingliederung in einen geregelten und für den Betroffenen sinnstiftenden Tagesablauf und einer selbständigen Lebensführung. Angestrebt wird zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem ambulanten Helfersystem bereits schon während der stationären Behandlung.